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Rekor Sanat · Artikel

Holzarten für den Bau einer Bağlama

Hände bearbeiten den Holzkorpus einer Bağlama in einer Werkstatt

Beim Bau einer Bağlama steht zunächst die Holzauswahl im Mittelpunkt. Das Holz muss geeignete Klangeigenschaften besitzen und trocken sein. Die hier beschriebene Methode bevorzugt eine natürliche Lagerung, möglichst in der späteren Werkstatt, statt technischer Trocknung. Dafür werden mindestens fünf Jahre angesetzt. Das mag lang erscheinen, doch gut getrocknetes Holz ist für ein sorgfältig gebautes Instrument wesentlich. Anschließend wird es passend zugeschnitten, mit geradem, geeignet ausgerichtetem Faserverlauf und farblich sowie strukturell harmonierenden Teilen.


Im Bağlamabau wurden viele Holzarten erprobt. Der Beitrag berichtet von weniger zufriedenstellenden Ergebnissen mit weichen, leichten, faserigen Hölzern wie Pappel und Linde. Er bevorzugt dichtere Harthölzer mit sichtbarer Maserung, etwa Mahagoni, Palisander, Wenge, Cocobolo und Eukalyptus.


Eine Bağlama besteht unter anderem aus Korpus, Decke, Hals, Wirbeln und Steg. Für die unterschiedlichen Aufgaben werden verschiedene Hölzer gewählt. Eine starre Regel gibt es nicht; die Auswahl hängt auch von Erfahrung und Arbeitsweise der Werkstatt ab. Hier werden folgende häufige Beispiele genannt:


Korpus: Maulbeere, Mahagoni, Fichte, Wenge, Wacholder. Decke: Fichte. Hals: Buche, Mahagoni, geriegelter Ahorn, Eiche, Walnuss. Wirbel: Ebenholz, Palisander. Steg: geriegelter Ahorn.


Onur Severgün
Rekor Sanat – Bağlama-Lehrkraft