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Rekor Sanat · Artikel

Welche Spieltechniken gibt es auf der Gitarre?

Steg und Saiten einer E-Gitarre

Zu den verbreiteten Spielweisen der Gitarre gehören:


• Akkordbegleitung („Popgitarre“)

Die oft als „Popgitarre“ bezeichnete Spielweise meint meist Akkordbegleitung, auch Rhythmus- oder Folkgitarre genannt. Wer mit einer Gitarre singt, kann die Stimme durch angeschlagene Akkorde oder Arpeggien begleiten. Die rechte Hand gestaltet Rhythmus oder Akkordbrechungen, die linke wechselt die Griffe. Text und Melodie liegen in der Gesangsstimme, die Gitarre liefert die harmonische und rhythmische Grundlage. Eine solche Begleitung kann auch andere Stimmen oder Instrumente unterstützen; der Gitarrist muss nicht selbst singen.


• Solistisches Melodiespiel

Beim solistischen Melodiespiel erklingen aufeinanderfolgende Töne als Melodie. Klarinette, Flöte und Geige übernehmen häufig diese Rolle. Bei zwei Gitarristen kann einer Akkorde begleiten, während der andere die Melodie spielt. Auch Oud- und Bağlamaspieler führen oft Melodielinien, können aber ebenfalls rhythmisch begleiten. Auf der Gitarre kann eine Melodie über mehrere Saiten laufen; sie ist nicht auf eine Saite beschränkt.


• Mehrstimmiges Spiel und klassische Gitarre

Mehrstimmiges Spiel verbindet mehrere musikalische Stimmen. Auf der Gitarre können Melodie, Bass, Akkorde und Arpeggien kombiniert werden, sodass zwei oder mehr Linien gleichzeitig hörbar sind. Es kommt in vielen Stilen vor und ist im klassischen Gitarrenrepertoire besonders wichtig. Mehrstimmigkeit ist jedoch nicht auf klassische Musik beschränkt, und ein Gitarrensolokonzert muss nicht klassisch sein. Strukturierter klassischer Gitarrenunterricht ist ein hilfreicher Weg, diese Spielweise zu entwickeln. Notenkenntnisse erleichtern das Verstehen und Koordinieren der Stimmen; ausdauerndes, systematisches Üben entwickelt die Technik.


Onur Severgün
Rekor Sanat – Gitarrenlehrkraft