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Rekor Sanat · Artikel

Wie Versetzungszeichen die Fingerpositionen auf Streichinstrumenten verändern

Ein Musiker spielt mit dem Bogen Cello

Zwei gebräuchliche Versetzungszeichen verändern die Tonhöhe: das Kreuz und das Be.

Das Kreuz-Zeichen (♯)

Es erhöht den Ton um einen Halbton und rückt ihn vom tieferen Nachbarton weg zum höheren hin.

Das Be-Zeichen (♭)

Es erniedrigt den Ton um einen Halbton und rückt ihn zum tieferen Nachbarton hin und vom höheren weg.

Zwischen den natürlichen Tönen liegen folgende Abstände.

C–D: Ganzton

D–E: Ganzton

E–F: Halbton

F–G: Ganzton

G–A: Ganzton

A–H: Ganzton

H–C: Halbton

Auf Streichinstrumenten erfordert ein Ganzton einen größeren Abstand zwischen den Greifpunkten als ein Halbton. In üblichen Griffmustern für den Einstieg liegen die Finger bei Halbtönen eng zusammen. Beispielsweise stehen auf der Geige in der ersten Lage der erste und zweite Finger für E–F auf der D-Saite sowie H–C auf der A-Saite dicht beieinander. Auch auf anderen Streichinstrumenten erfordern entsprechende Halbtonpaare enge Abstände; die genaue Griffweise hängt jedoch von Instrument und Lage ab. Versetzungszeichen können diese Fingerpositionen verändern.

Beispielsweise liegen in der ersten Lage auf der A-Saite der Geige der erste Finger auf H und der tiefe zweite Finger auf C eng zusammen. Wird C zu Cis erhöht, rückt der zweite Finger vom ersten weg und näher zum dritten Finger auf D. Grundsätzlich verschiebt sich beim Erhöhen eines Tons der Greifpunkt zum Steg; das genaue Griffmuster hängt von Instrument und Lage ab.

Auf einem Streichinstrument wird ein erniedrigter Ton erzeugt, indem der Finger gegenüber dem natürlichen Ton weiter zurück zum Sattel gesetzt wird.

Beispielsweise liegt in der ersten Lage auf der D-Saite der Geige der erste Finger auf E nahe am tiefen zweiten Finger auf F. Für Es wird der erste Finger zum Sattel zurückgesetzt, sodass der Ton um einen Halbton sinkt.


Zeynep Fuçucuoğlu
Rekor Sanat – Geigenlehrkraft