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Rekor Sanat · Artikel

Kontrabass

Der Artikel führt den Kontrabass auf Renaissance-Bassinstrumente zurück, die als Kontrabass-Violone bezeichnet werden. Er beschreibt eine Entwicklung vom 16. bis zum 18. Jahrhundert, mit einer der heutigen ähnlichen Form in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Die Geschichte umfasst jedoch mehrere regionale Bauformen statt einer einzigen geradlinigen Abstammung.

Der Kontrabass ist das größte und tiefste übliche Streichinstrument im Orchester und besitzt einen vollen, tiefen Klang. Er ähnelt einer stark vergrößerten Geige, häufig mit abfallenden Schultern und mechanischen Stimmwirbeln. Der Artikel nennt etwa 1,80 m Höhe und 60 cm Breite; tatsächliche Maße variieren. Gespielt wird im Stehen oder auf einem hohen Hocker.

Kontrabässe haben häufig vier oder fünf Saiten. Beide Bauformen werden unterschiedlich eingesetzt; vier Saiten sind nicht auf Solospiel und fünf nicht auf Orchester beschränkt. Anders als Geige, Bratsche und Cello, deren Standardsaiten in Quinten gestimmt sind, wird der viersaitige Kontrabass in Quarten gestimmt: E–A–D–G.

Seine tiefe Lage verleiht dem Kontrabass einen dunklen, tragenden Klang. Er bereichert Ensembles um Tiefe und Fülle und ist eine wichtige Orchesterstimme. Besonders im Jazz und Blues erzeugen Musiker mit Pizzicato, dem Zupfen der Saite mit dem Finger, vielfältige Klangfarben.

Beim Kontrabass sind zwei Bogenformen verbreitet: die deutsche und die französische. Der deutsche Bogen wird im Untergriff, der französische im Obergriff gehalten.

Der Kontrabass ist ein oktavierendes Instrument: Er klingt eine Oktave tiefer als notiert. Seine Musik steht meist im Bassschlüssel mit F auf der vierten Linie; für hohe Passagen kann der Violinschlüssel verwendet werden.

Der Kontrabass bietet viele Klangfarben anderer Streichinstrumente. Seine langen, dicken Saiten machen auch das Pizzicato besonders wirkungsvoll. Im Orchester übernimmt er häufig die tiefste harmonische Linie und verdoppelt zuweilen die Cellostimme eine Oktave tiefer.

Der Artikel hebt Werke Giovanni Bottesinis hervor, darunter Konzerte in h-Moll und fis-Moll. Außerdem nennt er Arcady Dubenskys Fuge für acht Kontrabässe, Paul Hindemiths Sonate für Kontrabass und Klavier (1949), Edgard Varèses Octandre und Johann Baptist Vanhals Kontrabasskonzert. Die Auswahl umfasst Solorepertoire und Ensemblewerke mit Kontrabass.


Duygu Deniz Uşaklıgil
Rekor Sanat – Geigenlehrkraft